Jürgen Todenhöfer
ist Autor
und Manager
"Glück ist das einzige Gut, das größer
wird, wenn man es teilt. Man kann es
selbst dann schenken, wenn man keines hat."
Biografie: Jürgen Todenhöfer
Jürgen Todenhöfer wurde als Sohn eines Amtsrichters am 12. November 1940 im badischen Offenburg geboren.
Todenhöfer besuchte das Gymnasium und machte 1959 in Freiburg sein Abitur. Im Anschluss daran studierte er Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten München, Paris, Bonn und Freiburg. Seine Ausbildung als Volljurist beendete er 1969 mit der Promotion an der Universität Freiburg. 1970 wurde Todenhöfer Mitglied der CDU. Kurz danach wurde er Persönlicher Referent des CDU-Generalsekretärs Dr. Bruno Heck in Bonn.
1972 wurde er Richter an der Strafkammer des Landgerichts Kaiserslautern. Ende des Jahres zog er bei den vorgezogenen Bundestagswahlen in den Deutschen Bundestag ein, in dem er bis 1990 vertreten war. Nicht nur als Politiker, sondern auch durch Aktionen im Namen der Menschlichkeit, erregte Todenhöfer öffentliches Aufsehen. So reiste er 1975 zu dem damaligen Diktator Augosto Pinochet nach Chile, um dort mit Erfolg die Freilassung von insgesamt 4.500 politischen Häftlingen in die Wege zu leiten.
Fünf Jahre später wagte sich Todenhöfer von Pakistan aus mit einem Fotoreporter und einigen afghanischen Freiheitskämpfern in das von den Sowjetrussen besetzte Afghanistan. Später folgten weitere Besuche in Afghanistan. Er machte sich dort vertraut mit Land und Leuten sowie mit den politischen und wirtschaftlichen Problemen des Landes. Während seiner Amtszeit als entwicklungspolitischer Sprecher der CDU erlebte Todenhöfer drei Rücktritte sozialdemokratischer Entwicklungsminister.
Als Abrüstungsexperte der CDU-Fraktion machte er mit weitreichenden Vorschlägen Schlagzeilen. 1982 drängte er auf eine zügige Reduzierung der sowjetischen und amerikanischen Interkontinentalraketen um bis zu 50 Prozent. Anfang der 1980er Jahre forderte Todenhöfer von der deutschen Politik eine engagiertere Wiedervereinigungspolitik. 1984 machte er als erster CDU-Abgeordneter seine kompletten Einkommensquellen transparent. 1987 stieg Todenhöfer in den Konzern Hubert Burda Media ein.
Er wurde stellvertretender Vorsitzender des Vorstands, der Mann hinter Hubert Burda. Neben seinen Medienaktivitäten behielt Todenhöfer sein politisches Engagement bei. Er äußerte sich nachdrücklich zu den Terroranschlägen vom 11.September 2001 in den USA und zum Krieg des Westens in Afghanistan.
Auch zu den amerikanischen Plänen einer Irak-Offensive meldete er sich mehrfach kritisch zu Wort und sprach sich für eine diplomatische Lösung aus.
Er veröffentlichte zahlreiche Sachbücher. Im Zentrum dieser Bücher steht der Einsatz für den Frieden. 2003 schrieb er "Wer weint schon um Abdul und Tanaya?". In "Andy und Marwa" (2005) schilderte Todenhöfer zwei Schicksale des Irak-Krieges. Es folgten die Bestseller "Warum tötest du, Zaid" (2008) und "Teile dein Glück" (2010). Das Honorar seiner Bücher spendete Todenhöfer für Kinder in Afghanistan, im Irak, in Jerusalem und im Kongo.
Besonderes Interesse widmete Todenhöfer dem Verhältnis der muslimischen Welt zur westlichen Welt. Schon als 20-Jähriger bereiste er während des Algerienkrieges Algerien und während der "Bizerta-Krise" Tunesien. Unzählige Male hat er inzwischen arabische und andere muslimische Länder besucht.
Todenhöfer ist in zweiter Ehe mit der französischen Offizierstochter Françoise Laval verheiratet. Das Paar, das seit acht Jahren getrennt lebt, hat drei Kinder. Zu seinen Hobbys zählten in seiner Jugend Fliegen und Fallschirmspringen. Heute findet er Entspannung beim Skifahren, beim samstäglichen aktiven Fußball und bei Geschichte und Philosophie.









